Welche Technik braucht man für ein 3-Kamera-Interview?

3-Kamera-Interview-Setup mit HC-X2, zwei GH6 und DJI Mics

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Ein 3-Kamera-Interview ermöglicht mehrere Perspektiven und einen deutlich flexibleren Videoschnitt. Neben den Kameras spielen aber auch Ton, Licht, Stative, Speicher und Synchronisation eine wichtige Rolle. Diese Checkliste zeigt, welche Technik für ein professionelles Interview-Setup sinnvoll ist und worauf vor der Aufnahme geachtet werden sollte.

1. Drei Kameras für unterschiedliche Perspektiven

3-Kamera-Interview mit Kamera-, Ton- DJI-Mic-3und Lichttechnik

Ein typisches 3-Kamera-Interview besteht aus zwei engeren Perspektiven auf die Gesprächspartner und einer gemeinsamen Totalen. So kann im Schnitt zwischen den Personen und einer Übersichtsperspektive gewechselt werden.

Bei Kenfira lässt sich ein solches Setup beispielsweise mit zwei Panasonic GH6 und einer Panasonic HC-X2 realisieren. Die beiden GH6 können für die engeren Einstellungen eingesetzt werden, während die HC-X2 die Totale übernimmt.

Wichtig ist nicht unbedingt, dass alle Kameras identisch sind. Bildrate, Weißabgleich, Belichtung und Bildprofil sollten jedoch möglichst gut aufeinander abgestimmt werden.

2. Stabile Stative für längere Interviews

Bei einem längeren Gespräch sollten alle Kameras stabil auf Stativen stehen. Schon kleine Bewegungen können bei einem Interview von 30, 60 oder 90 Minuten störend wirken.

Vor Beginn sollte außerdem kontrolliert werden, ob beide Gesprächspartner auch bei kleinen Bewegungen im Bild bleiben und ob Kabel sowie Stativbeine keine Laufwege blockieren.

3. Guter Ton ist mindestens so wichtig wie das Bild

Zoom F6 und Mikrofone und Saramonic TC Neo Kit für eine Tonaufnahme

Selbst ein sehr gutes Kamerabild wirkt unprofessionell, wenn Sprache schlecht verständlich ist. Für Interviews eignen sich Lavaliermikrofone direkt an den Gesprächspartnern oder Richtmikrofone außerhalb des Bildes.

Bei größeren Setups kann ein externer Audiorecorder sinnvoll sein. Dadurch lassen sich die Sprecher auf getrennten Spuren aufnehmen und später unabhängig voneinander bearbeiten.

4. Externer Audiorecorder für getrennte Tonspuren

Zoom F6 für eine Tonaufnahme

Ein separater Recorder bietet bei Interviews mehrere Vorteile: einzelne Mikrofone können getrennt aufgezeichnet, Pegel besser kontrolliert und zusätzliche Backup-Spuren erstellt werden.

Bei Kenfira kann beispielsweise ein Zoom F6 für mehrere Mikrofonspuren eingesetzt werden. Der Kameraton kann parallel als zusätzliche Referenz für die spätere Synchronisation dienen.

5. Licht für gleichmäßige und natürliche Aufnahmen

Lichtkit für eine natürliche Aufnahme

Für ein gutes Interview ist kein riesiges Filmset erforderlich. Ein weiches Hauptlicht macht jedoch einen großen Unterschied. Je nach Raum können ein zusätzliches Aufhelllicht und ein Hintergrund- oder Akzentlicht sinnvoll sein.

Besonders wichtig ist, dass beide Gesprächspartner möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet werden und keine starken Schatten oder großen Helligkeitsunterschiede entstehen.

6. Kameras und Ton synchronisieren

Saramonic TC Neo Kit für eine Tonsynchronisation

Bei mehreren Kameras müssen Bild und Ton später zusammengeführt werden. Bei kürzeren Produktionen kann die Synchronisation über die aufgenommenen Audiospuren funktionieren.

Bei langen Interviews erleichtert Timecode den Workflow. Kameras und Audiorecorder erhalten dabei eine gemeinsame Zeitreferenz. Alternativ sollte vor Beginn mindestens ein gut erkennbares Synchronisationssignal aufgenommen werden.

7. Akkus und Speichermedien vor dem Dreh kontrollieren

Speichermedien für den Dreh

Gerade bei längeren Interviews sollten genügend Akkus und Speicherreserven vorhanden sein. Vor der eigentlichen Aufnahme lohnt sich deshalb eine kurze Probeaufnahme mit allen Kameras und Mikrofonen.

Kontrolliert werden sollten insbesondere Akkustand, verbleibende Aufnahmezeit, Speicherkarten oder SSDs, Mikrofonpegel, Fokus und Bildausschnitt.

8. Technik-Checkliste für ein 3-Kamera-Interview

Für ein typisches Setup werden drei Kameras mit passenden Objektiven und Stativen benötigt. Hinzu kommen Mikrofone, ein Audiorecorder, Kopfhörer und eine passende Beleuchtung.

Je nach Produktion können außerdem Timecode, externe Monitore, zusätzliche Stromversorgung und Ersatzspeicher sinnvoll sein. Entscheidend ist, das komplette System vor Beginn gemeinsam zu testen.

9. 3-Kamera-Interview-Technik bei Kenfira mieten

Wer Interviews nur gelegentlich produziert, muss die komplette Technik nicht unbedingt selbst kaufen. Bei Kenfira in Ludwigshafen stehen vorbereitete Kamera-, Ton-, Licht- und Streaming-Kits für Interviews und andere Videoprojekte zur Verfügung.

Die Technik kann passend zum Projekt zusammengestellt und mit einer kurzen Einweisung übergeben werden.